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FAQS
Auf dieser Seite erfahren Sie alle wichtigen Informationen rund um ACT.
Was genau ist ACT eigentlich?
ACT (ausgesprochen wie das englische Wort „act“) steht für Akzeptanz- und Commitment-Therapie. Es ist eine moderne Form der Psychotherapie, die nicht versucht, „schlechte“ Gedanken krampfhaft zu löschen. Stattdessen lernst du, einen gesünderen Umgang mit ihnen zu finden und dein Handeln an dem auszurichten, was dir im Leben wirklich wichtig ist.
Heißt Akzeptanz, dass ich alles gut finden muss?
Ganz und gar nicht. Akzeptanz bedeutet bei ACT nicht „Aufgeben“ oder „Resignation“. Es geht vielmehr darum, die Realität eines Moments (oder eines Gefühls) anzuerkennen, anstatt wertvolle Energie in einen aussichtslosen Kampf gegen Dinge zu stecken, die du gerade nicht ändern kannst.
Was ist das Ziel der Therapie?
Das große Ziel ist die psychologische Flexibilität. Das bedeutet: Auch wenn es im Kopf mal stürmt, bleibst du handlungsfähig und kannst Entscheidungen treffen, die zu deinen Werten passen, anstatt dich von Ängsten oder Zweifeln steuern zu lassen.
Was bedeutet „Kognitive Defusion“?
Das klingt komplizierter, als es ist. Oft sind wir mit unseren Gedanken „fusioniert“ – wir glauben alles, was unser Kopf uns erzählt (z. B. „Ich bin nicht gut genug“). Defusion hilft dir, einen Schritt zurückzutreten und zu erkennen: „Ich habe gerade den Gedanken, dass ich nicht gut genug bin.“ Der Gedanke verliert so seine Macht über dich.
Wie unterscheidet sich ACT von der klassischen Verhaltenstherapie?
In der klassischen Therapie versucht man oft, negative Gedanken durch positive oder logische Gedanken zu ersetzen. ACT sagt: Gedanken kommen und gehen sowieso. Wir ändern nicht den Inhalt der Gedanken, sondern unsere Beziehung zu ihnen.
Warum spielen „Werte“ so eine große Rolle?
Werte sind dein innerer Kompass. Während Ziele (wie „einen Marathon laufen“) irgendwann abgehakt sind, sind Werte (wie „sportlich sein“ oder „für andere da sein“) Richtungen, in die du dein Leben lang gehen kannst. ACT hilft dir, diese Werte zu definieren und im Alltag auch wirklich danach zu leben.
Ist das dasselbe wie Achtsamkeit?
Achtsamkeit ist ein Werkzeug von ACT, aber nicht das einzige. Es geht darum, im Hier und Jetzt präsent zu sein, ohne zu urteilen. Das hilft dir, nicht in Grübeleien über die Vergangenheit oder Sorgen über die Zukunft stecken zu bleiben.
Wie sieht eine typische Übung aus?
Oft arbeiten wir mit Metaphern. Stell dir deine Sorgen wie ungebetene Passagiere in einem Bus vor, den du fährst. Sie schreien laut und versuchen, dir den Weg vorzugeben. Bei ACT lernst du, sie hinten sitzen zu lassen, während du das Steuer behältst und in deine gewünschte Richtung weiterfährst.
Für wen ist ACT geeignet?
ACT ist unglaublich vielseitig. Es hilft bei Ängsten, Depressionen oder Stress, ist aber auch für jeden wertvoll, der einfach bewusster leben und seine persönlichen Potenziale besser ausschöpfen möchte. Es ist ein Training für die mentale Widerstandskraft.
